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Sunday, February 22, 2015

Sunday Thoughts | Von innerer Utopie...

Während ich auf meinem Bett sitze, Desperate Housewives gucke, und meinen Lieblingstee schlürfe, kommt in der Werbepause - die mal wieder viel zu lang ist - die Vorschau für eine neue Serie. Newtopia heißt sie. 15 Personen sollen eine Art neue Gesellschaft erschaffen, in der alles vermeintlich perfekt ist - wie in einer Utopie eben. Aber wollen wir das wirklich? Restlos glücklich sein?

photograph by LM Photography
In der ersten Sekunde mag man vielleicht denken "Natürlich, was ist das für eine blöde Frage?". Aber schauen wir uns doch einmal um. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es uns nicht gut gehen darf. Wenn man jemanden fragt: "Wie geht es dir?", kommt als Antwort sehr selten zurück: "Sehr gut, danke". Und sollte doch einmal jemand so antworten, stellt sich mit meinem Stirnrunzeln die Frage: "Wie kann die Person es wagen, so glücklich zu sein?" Viel öfter hören wir als Antwort auf die Frage wie es einem geht: "Joa, es geht..." und "Muss, ne..." und "Hach ja, geht es einem wirklich jemals gut?". Wir sind Menschen, und Menschen lieben es, sich zu beklagen. Abgesehen davon, dass eine utopische Welt nicht erreichbar ist, glaube ich nicht, das wir - die Menschen in der heutigen Gesellschaft - überhaupt in einer Utopie leben wollen würden. Wir wären unzufrieden damit, und somit wäre diese Welt, von der reinen Terminologie her, schon keine Utopie mehr.
Natürlich spreche ich nicht von Dingen wie Welthunger, Kriegen und anderen schrecklichen Angelegenheiten, die leider Teil des Lebens vieler Menschen sind. Ich gehe davon aus, dass so ziemlich jeder Mensch diese Probleme beseitigt haben möchte. Nein, ich rede von den kleinen bis mittel-großen Sorgen, die jeder mit sich rumschleppt. Ist es nicht so, dass es uns manchmal schlecht gehen muss, damit wir wahrnehmen wenn es uns gut geht? Ist es nicht so, dass man manchmal Freunde und geliebte Personen aus dem Leben streichen muss, um sich für neue Freundschaften und Beziehungen zu öffnen? Ist es nicht so, dass man hinfallen muss, um wieder aufzustehen und weiter zu machen?
Nein, ich denke nicht, dass wir in einer Welt leben möchten, oder gar könnten, in der wir uns nicht mit unseren kleinen Problemen rumzuschlagen haben. Wir brauchen diese Probleme um weiter zu kommen und daraus zu lernen. Um Ziele zu erreichen und zu wachsen. Dieser Traum von einer inneren Utopie, der Traum von einem perfekten Selbst und perfekten, sorglosen Leben, wird hoffentlich, wenn wir unsere persönlichen Ziele erreichen wollen, genau das bleiben: ein Traum.



EN: While I'm sitting on my bed, watching Desperate Houewives and sipping my favorite tea, the commercial break comes on and they show a preview of a new tv show: Newtopia. It is about 15 people who are going to start a kind of new perfect society - like a utopia. But do we really want that? To be completely and utterly happy?
At first one might think: "Of course! What kind of question is that?" But let's take a closer look. When we ask someone how they are, we seldomly get the answer: "I'm great, thanks!" And even if we do, some might think: "How dare he be completely happy with himself?" We much rather hear answers like "I'm okay" and other empty phrases. We are human beings, and humans love to complain. Apart from the fact that a utopian society is a goal one cannot really reach, I don't think that we would
want to reach it. We would be unhappy with a perfect life, so it wouldn't be a utopia anymore.
Of course I am not talking about things like poverty, hunger, wars and other horrible things many people have to deal with; I am sure that we all want those things gone. No, I am talking about minor problems in our lives that we all have to deal with. Don't we have to feel bad first before we realize we are feeling good? Don't we have to get rid of the bad people in our lives to appreciate the good ones? Don't we have to fall before we can stand up and move on?
No, I don't think we want to - or even can - live in a world free of our little problems. We need those problems to learn from, We need them to grow and reach our goals. That dream of an inner utopia, the dream of a perfect self and a perfect, easy life, will hopefully, if we want to come far in life, forever be just that: a dream.
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Tuesday, February 3, 2015

Life | The 90s Tag!



Vor einigen Tage habe ich gesehen, dass der 90s Tag im Umlauf ist, und auch wenn ich nicht direkt getagged wurde, muss ich ihn einfach mitmachen. Ich bin ein 90er Kind durch und durch und dafür bin ich sehr dankbar. Die Kindheit in den 90ern war ein Traum, vor allem wenn ich es mit der heutigen Zeit vergleiche, in der Kinder nur hinter dem neusten iPhone her sind nicht mehr wissen wie man wirklich spielt. Aber das ist ein anderes Thema. Hier ist er jedenfalls, der Tag des besten Jahrzehnts überhaupt!


Liebster Disney Film
König der Löwen. Ganz eindeutig. Als der Film raus kam war ich erst zwei, aber das erste Mal habe ich ihn glaube ich gesehen als ich fünf war und seitdem ist er mein liebster Disney Film und wird es auch immer bleiben; da können Anna und Elsa Let It Go singen so oft sie wollen.

Liebste/r Musiker/in oder Band
Boybands. Ich schäme mich nicht es zu sagen. Meine Mutter erzählt immer gerne die Geschichte, wie ich jedesmal vor dem TV oder Radio stand und mitgetanzt habe, wenn das Lied It's Alright von East 17 kam. Ich habe auch versucht mitzusingen, aber statt "Alright" hörte es sich bei mir immer an wie "Arai". Neben East 17, die heute fast niemand mehr kennt, war ich riesen Backstreet Boys Fan (Nick Carter wollte ich heiraten), aber auch Britney Spears habe ich geliebt; ihr verdanke ich meine aller erste CD, Bravo Hits, die ich nur ausgesucht habe, weil ein Song von ihr drauf war. Durch meine großen Brüder bin ich auch mit dem 90er RnB und Hip Hop aufgewachsen, den ich bis heute liebe. Aber neutral betrachtet waren wohl tatsächlich die Backstreet Boys meine Lieblingsband.


Lieblingssüßigkeit
Bei uns zuhause gab es nicht viel Süßes, weil meine Mutter es - mit Recht - zu ungesund fand, deswegen kann ich diese Frage nicht wirklich beantworten.



Lieblingsspiel
Super Mario Kart! Ich habe es geliebt! Mit meinen Brüdern wurden regelrechte Turniere gespielt, in denen ich immer Peach oder Toad war, und oftmals sogar gewonnen habe. Außerdem gab es ein Spiel, das Snowboard Kids hieß. Immer wenn wir spielen durften hat unsere Mutter uns einen Kakao gemacht, und dann begannen die langen Sessions. Vor kurzem bin ich bei YouTube auf die Titelmelodie von Snowboard Kids gestoßen und es hat mir tatsächlich fast Freunden- und Trauertränen in die Augen getrieben, weil ich realisiert habe, wie lange das schon her ist und wie einfach die Zeit damals war.

Liebstes McDonald's Juniortütenspielzeug
An so Viele kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich mochte immer die Boxen, die Musik abgespielt haben. Ich hatte eine von den No Angels (obwohl das wohl eher die frühen 2000er waren, oder?)


Liebstes Buch
Mein erstes Buch, dass ich bewusst gelesen habe, war Pipi Langstrumpf, außerdem hat meiner Mutter uns immer Robinson Crusoe vorgelesen.



Liebstes Klamottengeschäft

Ich würde sagen C&A. Natürlich habe ich in den 90ern noch nicht für mich selbst eingekauft, aber ich kann mich daran erinnern, dass wir immer zu C&A gegangen sind, so wie wahrscheinlich 95% der 90er Kinder.

Liebste Zeichentricksendung
Chip und Chap, Kaptain Balu, Sailor Moon, Die Gummibärenbande, Darkwing Duck, Die Kickers... The list goes on and on. Es ist unmöglich nur eine zu nennen.

Was hast du nach der Schule im Fernsehen geschaut?
Unter der Woche durfte ich eigentlich nicht so viel Fernsehen, aber nach der Schule durfte ich immer Sailor Moon schauen, weil ich es so geliebt habe. Rückblickend verstehe ich nicht mehr so ganz warum, aber damals war ich so begeistert davon und wünschte ich würde zu ihnen gehören.



Wie sahen die 90er bei euch aus? Fühlt euch alle getaggt an diesem Tag teilzunehmen!
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Saturday, June 7, 2014

Der "Guten Morgen"-Tag

Obwohl in letzter Zeit keine neuen Posts kamen, steigt und steigt meine Besucherzahl. Vielen lieben Dank! Im Moment ist alles ein bisschen stressig; die Uni nimmt fast meine ganze Zeit ein und die freie Zeit die ich dann noch habe, verbringe ich am liebsten draußen mit Freunden und Familie. Aber ich werde versuchen wieder regelmäßig zu posten und einfach mal meine Kamera mitzunehmen wenn ich unterwegs bin.

Die liebe Vanessa von CashmereBow hat mich für den "Guten Morgen"-Tag getaggt und da ich die Fragen lustig und interessant finde, dachte ich ich mache mit. Log geht's!



Was für einen Wecker hast du?
Mein iPhone ist mein Wecker. Und seitdem ich es habe (was schon lange ist), habe ich es nie geschafft den Klingelton auf ein Lied meiner Wahl umzustellen. Sprich, ich werde von irgend einem schrecklichen Apple-Ton geweckt.

Hast du einen Snoozer?
Oh ja. Einen, den ich an manchen Tagen mehrmals betätigen muss. Schön wär's, wenn ich immer sofort beim ersten Klingeln aufstehen würde...

Was machst du als erstes, wenn du aufwachst?
Der Griff zum Handy. Nachrichten checken, Facebook checken, Instagram checken... Das, was wir alle tun, auch wenn wir wissen, dass wir es nicht tun sollten.

Kaffee oder Tee?
Hmm schwierig... Generell bin ich eher ein Tee-Typ, aber morgens wird doch recht oft die Cafissimo angeschmissen, wenn es mir schwer fällt meine Augen offen zu halten.

Fenster auf oder zu?
Morgens immer auf, auch wenn's nur kurz ist. Neben dem Kaffee brauche ich auch die frische, kalte Luft um wirklich wach zu werden.

Duschen?
Meistens zu lang, so dass ich für den Rest nicht mehr so viel Zeit habe.

Kleidung schon rausgesucht?
Niemals. Ich habe es schon einige Male versucht, aber Klamotten am Tag vorher rauszulegen ist für mich nichts. Meine Kleiderwahl hängt stark davon ab, wie ich mich fühle und da ich das immer erst am morgen weiß, ist es unmöglich schon am Abend vorher zu beschließen was ich tragen werde.

Frühstück: süß oder herzhaft?
Ebenso launen- und gemütszustandsabhängig. Mal leckere, süße Cornflakes, mal Pfannkuchen.

Fernseher, Radio, oder Stille?
Mein Herz gehört Planet Radio. Es gibt keinen morgen Ohne.

Wann stehst du auf?
In der Woche meist gegen 8, am Wochenende gegen 10, wenn nichts ansteht.

Laune?
Eigentlich fast immer gut. Bin von Natur aus kein Morgenmuffel

Wie schläfst du?
Früher immer auf dem Bauch, aber nachdem ich gelesen habe wie ungesund das ist, versuche ich es mir abzugewöhnen. Also meist auf der Seite.


Ich tagge Jule von The Zone und Irina von EyeLoveEyecatcher! Viel Spaß!
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Wednesday, May 14, 2014

Life | "Du trinkst nicht?"


"Nein danke, ich trinke nicht."
"Musst du noch fahren?"
"Nein. Ich trinke nicht."
"Wie meinst du das?"
"Ich trinke nicht."
"Gar nicht?"
"Gar nicht."
"Hattest du mal ein Alkoholproblem?"
"Nein."
"Aber warum..."
"Ich trinke einfach nicht."

photo via tumblr
Auf jeder Party das Gleiche. Auf jeder Party die Rechtfertigung. Verwirrte Blicke, weil in meinem Glas Fanta, Cola oder einfach nur Wasser ist. Komische Gesellschaft, in der man sich rechtfertigen muss, weil man keinen Alkohol trinkt. Ein ernst gemeintes "Oh, wie schön. Da lebst du ja gesund", könnte von anderen zurückkommen. Oder ein einfaches "Oh, okay." Aber nein. Stattdessen höre ich lautes Aufschreien und sarkastische Bemerkungen. "Waaas? Du trinkst nicht? Oh das ist ja süß!" - "Du trinkst wirklich gar nichts? Auch nicht mal zum Anstoßen einen Sekt? Das ist ja schrecklich!" - "Krass, du bist ja lieb und süß. Wie feierst du denn!?" Setzt hinter jeden der Kommentare ein hämisches Grinsen, ein von-oben-herab-Blick, manchmal sogar ein Blick voller Mitleid, und ihr habt das genaue Bild meiner Fanta-Glas vs. Vodka-Redbull-Glas Konversationen.
In keinster Weise verurteile ich Menschen, die Alkohol trinken. Jedem das Seine. Und das meine ich völlig ohne Unterton oder Bewertung. Aber genau so, wie ich nicht zu Menschen mit Alkohol in der Hand gehe, und aufgebracht frage: "Was, du trinkst Alkohol?", erwarte ich auch, dass ich nicht mit einem klagenden Unterton gefragt werde: "Du trinkst keinen Alkohol?". Wenn ich lieb und nett gefragt werde, habe ich kein Problem damit zu erklären, warum ich keinen Alkohol brauche um Spaß zu haben. Warum ich generell keinen Alkohol brauche. Aber von den Leuten, die ohne Verurteilung fragen, und eine wirkliche Antwort haben wollen, gibt es nicht viele. Die meisten meinen mit der Frage: "Du trinkst nicht?" nicht wirklich "Warum trinkst du nicht?", sondern eher "Wow, Leute, schaut her, die Langweilerin trinkt nicht". Und dann diese Überredungsversuche von den Leuten, die einen schon seit Jahren kennen, wissen dass man nicht trinkt, aber es scheinbar zu ihrer Lebensaufgabe gemacht haben, einen mindestens einmal abzufüllen. "Ach komm, probier doch mal! Das schmeckt wirklich gut!" Schön, meine Fanta schmeckt auch gut. "Komm schon, nur einen Schluck! Und dann vielleicht noch einen, und noch einen... Ich würde ja schon gerne mal wissen, wie es ist, wenn du angetrunken bist." Jaaaa..... Ich passe, danke.

Lasst das Fanta-Glas Fanta-Glas sein.
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